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Immer ein offenes Ohr und das Herz am rechten Fleck

Interview mit Nicole Bloetevogel

„Respekt muss man haben, aber keine Angst.“ Das ist die Einstellung, die Nicole Blotevogel antreibt. Sie ist die Ansprechpartnerin im Beschwerdemanagement bei der WoGe. “Gibt es Unstimmigkeiten zwischen den Mitgliedern und die Parteien können es nicht miteinander klären, dann komme oft ich ins Spiel.” Als neutraler Part lassen sich Missverständnisse schneller lösen. Nicht immer, aber meistens.

Seit 2013 Jahren kümmert sich die gelernte Immobilienkauffrau bei der WoGe um alle mietrechtlichen Belange und die Anliegen der Mitglieder. Die möglichen und die unmöglichen. “Eine überaus vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit - genau mein Ding!” lacht Nicole, die ungern ein Blatt vor den Mund nimmt. 
Hierbei hilft ihr ihre umfangreiche Berufserfahrung, die sie u. a. auch in der Sozialpflege und -assistenz sammeln konnte. Während ihrer Tätigkeit in einer Rechtsanwaltskanzlei, die vorwiegend mit betreuten Personen zu tun hatte, lernte sie das Metier von der Pike auf. Mit vielen Fortbildungen im psychologischen Bereich eignete sie sich über die Jahre das richtige Rüstzeug an.

In ihrem Arbeitsalltag sind ihr schon so einige kuriose Dinge untergekommen. Ruhestörung ist oft der Auslöser für Streitigkeiten unter den Mitgliedern in einem Mehrfamilienhaus. “Leider trauen sich viele Menschen nicht, ihre Nachbarn direkt darauf anzusprechen. So rufen die Mitglieder bei mir an und fragen nach Rat”, erzählt Nicole Blotevogel. Manchmal ist es die laute Musik oder zu enthusiastische “Zocker” vor der Spielekonsole in der Nacht oder das lärmende Haushaltsgerät in der Mittagszeit. “Den einen stört es mehr, den anderen weniger.”

Ihr Tipp für ein friedliches Miteinander: Einfach einmal klingeln und sich vielleicht zum Kaffee verabreden. Oft ist der Nachbar gar nicht so miesepetrig wie angenommen und die Nachbarin so nachlässig, wie vermutet. “Wir sind alle nur Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen an Sauberkeit und Ruhe, mit verschiedenen Wurzeln und Werten, die oft aus ganz anderen Kulturkreisen geprägt wurden. Ein offenes Gespräch hilft oft dabei, die Sichtweise des anderen besser zu verstehen. Trauen sich die betroffenen Personen das nicht zu, hilft Nicole Blotevogel mit einem Brief oder einem gemeinsamen Gespräch.

Auch die lieben Haustiere sind immer wieder Stein des Anstoßes. Einmal sind es die vielen Haare im Treppenhaus, dann die Vielzahl von Hundehaufen auf den Gehwegen, anhaltendes Hundegebell, die scharrenden Katzen in der Sandkiste der Kinder oder der Kanarienvogel der unentwegt singt. „Leider müssen wir hier immer härter durchgreifen und auch schon mal die Abschaffung eines geliebten Haustieres verlangen. Das ist schmerzhaft für Mensch und Tier, aber das Wohl der Allgemeinheit steht in einem Mehrfamilienhaus im Vordergrund.“ Grundsätzlich dürfen Kleintiere ohne Genehmigung gehalten werden. Alle anderen Tiere wie Hunde oder Katzen bedürfen immer der schriftlichen Zustimmung des Vermieters, die bei Fehlverhalten jedoch sofort widerrufen werden kann. Bitte überlegen Sie sich vor Anschaffung also genau, ob Sie das Haustier in der Wohnung artgerecht und nachbarschaftsfreundlich halten können und denken Sie immer im Vorfeld an die notwendige Genehmigung.

In ihrem Arbeitsalltag im Beschwerdemanagement sind drei Dinge wichtig: ein offenes Ohr für die Menschen, das Herz am rechten Fleck und - insbesondere - nie den Humor verlieren. Hier sieht sie jedoch keine Gefahr. “Auch wenn mir meine Arbeit an manchen Tagen alles abverlangt, so erlebe ich genauso oft lustige Momente. Das macht meine Arbeit so spannend und abwechslungsreich”, so Nicole Blotevogel. “Ich gehe jeden Tag sehr gern zur Arbeit. Man weiß ja nie, was der Tag so bringt.”