Tipps für ein selbstbestimmtes Wohnen bis in das hohe Alter

Damit ein Zuhause ein Zuhause bleibt!

Spätestens wenn im Alter die Treppe, Badewanne oder Türschwelle zum ernstzunehmenden Hindernis wird, fragen sich viele Menschen, ob und wie lange sie noch in ihren liebgewonnenen vier Wänden wohnen bleiben können. Ein Umzug ins Seniorenheim ist für viele die letzte Wahl und häufig auch gar nicht nötig. Denn durch kleinere Umbauten und wohnbegleitende Dienstleistungen können die Sicherheit und Lebensqualität im eigenen Zuhause massiv gestärkt werden.  

Tipp 1: Machen Sie es sich leicht! 

Den ersten Schritt auf dem Weg zu einem „seniorengeeigneten“ Zuhause können Sie selbst tun. Gestehen Sie sich Ihre eigene körperliche Beeinträchtigung ein und sorgen Sie durch einfache Verhaltensänderungen für mehr Sicherheit.  

  • Entfernen Sie Stolperfallen wie Bettvorleger, Kabel und Teppichkanten und sorgen Sie durch rutschfeste Unterlagen beispielsweise im Bad für einen sicheren Stand. Auch gutes Schuhwerk kann helfen.
  • Benutzen Sie Hilfsmittel, um Ihren Alltag zu erleichtern. Von Haltegriffen über Geh- und Anziehhilfen bis zu Duschhockern, Fensteröffnern oder Fernbedienungen mit Großtasten finden Sie zahlreiche „Helferlein“ im Fachgeschäft. Lassen Sie sich beraten.
  • Halten Sie Ihre Wohnung ausreichend beleuchtet und nutzen Sie ggf. Zeitschaltuhren, um möglichst nicht im Dunkeln „herumzutapsen“. Orientierung und Reflexe lassen im Alter nach.
  • Übernehmen Sie sich nicht und hören Sie auf Ihren Körper. Wer auch im hohen Alter noch auf Stühle klettert, um die Gardinen aufzuhängen, handelt fahrlässig. Scheuen Sie sich nicht, auch Nachbarn um Hilfe zu bitten. 

Tipp 2: Fragen Sie die WoGe! 

Als Genossenschaft möchten wir besonders für unsere Mitglieder da sein. Deswegen gibt es bei der WoGe unseren Service für Senioren. Carl Müller-Neumann berät Sie gern umfassend zu sämtlichen Fragen des seniorengerechten Wohnens und bietet Hilfestellungen. Auch bei Formalitäten und Anträgen beispielsweise für Zuschüsse und Pflegegelder steht er Ihnen gern telefonisch oder persönlich zur Seite. 

Carl Müller-Neumann
Tel.: 0471 92600-21 carl.mueller-neumannnoSpam@woge-bremerhaven.de 

Tipp 3: Halten Sie sich fit! 

Natürlich ist es leichter gesagt als getan, doch wer seinen Körper durch regelmäßiges Spazierengehen, Morgengymnastik oder Kursangebote fit hält, senkt das Risiko eines Sturzes deutlich.  

  • Seit Juni 2016 bietet die Diakonie Bremerhaven ein spezielles Treppentraining für Senioren an. Durch gezielte Dehnübungen, Muskeltraining, Schritt- und Atemtechnik wird der Gang durchs Treppenhaus zu Ihrem täglichen Fitnessprogramm. Informationen erhalten Sie bei Claudia Mauritius unter Tel.: 0471 309311-0 oder per E-Mail claudia.mauritiusnoSpam@diakonie-bhv.de.
  • Seniorengerechte Kursangebote finden Sie zudem natürlich auch bei lokalen Sportvereinen oder der Volkshochschule Bremerhaven unter Tel.: 0471 5904711. 

Tipp 4: Umbauen statt umziehen! 

Wenn einfache Hilfsmittel nicht mehr ausreichen, kann auch ein Umbau Ihrer Wohnung in Frage kommen. Dies betrifft in der Regel vor allem das Badezimmer, da hohe Duschwannen oder Badewannenränder zu gefährlichen Stolperfallen werden können. Ihre WoGe modernisiert bereits seit Jahren Badezimmer im Bestand und macht sie durch bodengleiche Duschen, zusätzliche Haltegriffe, erhöhte Toilettensitze usw. gezielt altengerecht.